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Cloud-Technologie: Wir können von den Erfahrungen, die in den USA gemacht werden, viel lernen

Orlando

Derzeit bin ich auf der AAO (American Association of Orthodontics)  in Orlando und möchte die Gelegenheit nutzen, meine Eindrücke von hier zu schildern.

Im Bereich der Internetanwendungen ist die USA die Nation, die die Geschwindigkeit vorgibt. Das ist hier überall spürbar. Man erkennt ganz eindeutig, wie das Internet in sehr kurzer Zeit Prozesse transformiert hat.

Was mit auf dem Kongress auffällt ist, dass fast alle Anbieter von Praxismanagement-Programmen heute auf Cloud-Technologie setzen. Die Vorteile liegen auf der Hand.

  • Reduzierung der IT-Kosten
    Man benötigt keine teure Hardware und muss sich keinen Kopf über Server-Netzwerkarchitektur, Ausfall des Praxisservers o.ä. machen. Es gibt keine nervtötenden Updates, weil alles ganz automatisch abläuft, ohne dass die Praxis eingreifen muss.
  • Verbesserung der Datensicherheit durch automatische Backups
    Spezialisten im Rechenzentrum übernehmen das Datenmanagement.
  • Stand-by-Service und schneller Response bei Problemen
    Zur Lösung evtl. auftretender Probleme stehen im Rechenzentrum immer Spezialisten zur Verfügung.
  • Jederzeitige Verfügbarkeit
    Die Praxissoftware ist rund um die Uhr (24 / /)  und von überall auf der Welt verfügbar.

Die Cloud-Technologie ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie sich eine Technik durchsetzt, wenn ihr Nutzwert extrem hoch ist.

In Deutschland wird derzeit immer noch versucht, diese Technologie als unsicher, also mit Risiken behaftet, darzustellen. Immer wieder hört man hier das Argument „Datensicherheit“. Ich bin allerdings der festen Überzeugung, dass auch bei uns sehr bald ein Umdenken stattfinden wird.

Was ich hier ebenfalls erkenne ist ein weiterer Trend. Patienten wird durch Internettechnologie ein greifbar messbarer Mehrwert geboten. Strategie und Ziel der Praxen ist es, eine nachhaltige Kundenbindung zu erreichen.

Es ist eindeutig festzustellen, dass sich die Anbieter von Praxismanagement-Programmen über Schnittstellen öffnen und mit anderen Anbietern gemeinsam eine Weiterentwicklung vorantreiben.

Eine solche Strategie macht Sinn. Heute gewinnt niemand alleine.

Anbieter von Praxismanagement-Software haben keine Expertise, wenn es um Webanwendungen geht. Sie sind jedoch durch den Markt gezwungen, sich zu öffnen. Das Risiko für traditionelle Softwareanbieter, hier Expertise aufzubauen und selbst langfristig Ressourcen zu binden, ohne zu wissen, ob ein wirklicher Bedarf vorhanden besteht, ist einfach zu groß.

Daher sucht man in den USA die Kooperation, um im Wettbewerb mit anderen Software-Anbietern zu bestehen und die Geschwindigkeit der Veränderung zu bewältigen.

Aber auch der Wettbewerb innerhalb der Gruppe der Kieferorthopäden ist höher. Patienten sind sehr internet-affin. Sie erwarten heute mehr Transparenz und Service.

Das Bindeglied zwischen Software, Kieferorthopäden und Patienten ist das Internet. Von daher verwundert es nicht, dass alle Beteiligten auf Cloud-Technologie setzen.

Nun möchte ich einmal ganz konkret werden und folgende Frage beantworten: Welcher Service wird in den USA heute als Mehrwert für den Patienten angeboten?

  1. Patientenaufklärung:
    Es gibt Animation-Apps, die den Patienten über Videos Behandlungskonzepte erklären. Dies führt zu mehr Compliance und verbessert die Fallpräsentation. Das Beratungsgespräch kann sogar aufgenommen und so einfach und schnell dokumentiert werden. Zudem sorgt eine professionelle Fotodokumentation zur optimalen Patientenaufklärung.
  2. Teminmanagement:
    Eine automatische Terminbestätigung mit Reminderfunktion bringt nennenwerte Vorteile. Termine können über multiple Mitteilungsoptionen versendet werden (Telefonnachrichten mit einer Computerstimme, Text oder E-Mail). Patienten können Termine bestätigen, verschieben oder eine Nachricht hinterlassen. Alles läuft voll automatisiert, wird in den Kalender integriert und dokumentiert. Das ist stressfrei und komfortabel.
  3. Bezahlsystem:
    Große Aufmerksamkeit erfährt das Bezahlsystem. Zahlungserinnerungen oder Mahnverfahren erfolgen automatisch über Apps. Patienten können auch direkt aus der App heraus bezahlen (Verbindung über Kreditkarte, PayPal oder anderen Bezahlsystemen).
  4. Datenvisualisierung:
    Datenströme lassen sich direkt und in Realtime visualisieren. Alle wichtigen Datenströme sind auf dem Monitor sichtbar.

Viele der hier genannten Punkte haben wir bei iie-systems bereits umgesetzt oder können verbesserte Lösungen bieten.

Wir befinden uns in einem kontinuierlichen Innovationsprozess.

Wenn ich in der nächsten Woche wieder zurück in Deutschland bin, wird sich unser Entwicklerteam auf die Umsetzung neuer spannender Anwendungen konzentrieren. Es wird bei uns also nie langweilig. Das ist herausfordernd und anstrengend. Es macht aber auch großen Spaß.

Unser gemeinsames Ziel ist es, die Zukunft aktiv mit zu gestalten!

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