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Durch Selbstwahrnehmung zu Veränderungsbereitschaft

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Zur Selbstwahrnehmung gehört immer eine gewisse Distanz. Deshalb weiß ich auch genau, welche Fehler ich vor Jahren gemacht habe. Rückwirkend komme ich zu der Erkenntnis, dass ich siginfikante Fehler gemacht habe.

Früher war es unser Ziel, bei unseren Patienten ein perfektes Behandlungsergebnis (gerade Zähne) zu erreichen. Haben wir dieses Ziel erreicht, erschein alles im grünen Bereich. Ich war der Meinung, dass alles perfekt läuft und man es so belassen sollte, wie es ist. Das aber war ein gewaltiger Irrtum. Denn heute reiht es einfach nicht mehr aus, „nur“ fachliche Spitzenleistungen zu bieten (vgl. auch Blog-Beitrag „Wie bzw. was beurteilt der Patient?“). Ich musste ganz erheblich umdenken.

Wenn ich unsere frühere Sichtweise einmal zusammenfasse, ergibt sich folgendes Bild:

  • Die Patienten wurden nicht als Kunden betrachtet.
  • Die Außendarstellung der Praxis war sekundär. Es zählte die fachliche Qualifikation.
  • Das Internet bzw. die Praxiswebseite hatten so gut wie keine Bedeutung. Ein Telefonanschluss reicht doch schließlich aus.
  • Die Patienten kommen von selbst in die Praxis.

Das hat einige Zeit gut funktioniert. Dann aber haben wir eine schleichende Verschlechterung der Praxissituation festgestellt. Alles mündete darin, dass wir kaum noch etwas zu tun hatten. Reflektorisch haben wir uns daher entschlossen, einen zweiten Standort in Holland zu gründen. Hier herrschte ein extremer Mangel an Kieferorthopäden und unsere Praxis befindet sich in Grenznähe.

Irgendwie hat sich dann jedoch mein Unterbewusstsein gemeldet und ich habe realisiert, dass nicht die fehlenden Patienten das Problem waren und ein Standort in Holland nicht die Lösung. Das Problem war vielmehr ich selbst mit meiner fehlenden Vision. Das gesamte Praxisteam war in Routinen gefangen. Bis die Situation sich dramatisch veränderte hatte man ein angenehmes Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit, dass sich dann jedoch in Angst und Schrecken wandelte. Anders formuliert: Der Leidensdruck war extrem hoch und erst jetzt gab es eine Bereitschaft zur Veränderung.

Heute leuchtet mir das alles ein und ich bin froh, dass uns der Change gelungen ist. Unsere Patientenzahlen und die wirtschaftliche Situation der Praxis sind mehr als erfreulich. Was aber noch viel wichtiger ist: Die Arbeit macht allen viel mehr Spaß als früher.

  • Wir haben eine sehr hohe Patientenzufriedenheit.
  • Die Zufriedenheit der Mitarbeiter hat sich deutlich erhöht.
  • Es kommt niemals Langeweile auf. Im Team entwickeln wir permanent neue Ideen.

Ich möchte jeden, der sich davon selbst ein Bild machen möchte, einladen, uns in Lingen zu besuchen und / oder die iie-Anwendungen in der eigenen Praxis einzuführen.

Denn auch für erfolgreiche Praxen gilt: Es ist immer noch sehr viel mehr möglich!

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