Allgemein
Schreibe einen Kommentar

Genialität vs. Einfachheit am Beispiel (Teil 2)
Herausforderungen für die Zukunft

 

Was wir brauchen sind Anwendungen, die einfach zu beherrschen sind und die Praxen gute Chancen für eine erfolgreiche Unterstützung in einer unsicheren Zukunft bieten.

Wir alle befinden uns mit unseren Praxen in einem Wettbewerbssystem. Ein solcher Wettbewerb ist notwendig, damit wir uns verändern und weiterentwickeln können.

Eine soziale Marktwirtschaft, wie wir sie haben, ist sozialistischen Systemen bekanntermaßen weit überlegen. Das hat unsere jüngere deutsche Geschichte eindeutig gezeigt.

Als Mediziner spricht man jedoch höchst ungern von einem Wettbewerb. Dieser Begriff wird aus dem Gehirn des Arztes vielfach verdrängt oder gänzlich ausgeblendet.

Ich spreche dabei von einer Realitätsverweigerung, die automatisch in eine Sackgasse führt. Einige Kolleginnen und Kollegen ignorieren oder verweigern die sinnvollen Angebote von iie-systems, z. B. die Online-Terminvergabe für Neupatienten.

Wir können allerdings ganz klar nachweisen, dass diese Art der Kontaktaufnahme von Patienten sehr gut angenommen wird. Zudem führt es zu einer deutlichen Entlastung der Anmeldung, da das Telefon nicht unnötig blockiert wird.

Eine solche Ignoranz – oder etwas provokanter formuliert dieser Wahnsinn – ist für mich rational nicht nachvollziehbar.

Eine mögliche Erklärung könnte in der Genialität der Kolleginnen und Kollegen liegen, auf die ich in meinem vorherigen Blog-Beitrag bereits eingegangen bin.

Genialität steht für Komplexität, schwierig, nicht beherrschbar.

Für die entsprechenden Kollegen ist eine Online-Terminvergabe für Neupatienten zu komplex und daher kaum oder gar nicht vorstellbar. Das Gehirn verfügt über keinerlei Informationen und Erfahrungen zu diesem Themenkomplex.

Unser Gehirn macht leider gefährliche Vorausannahmen:

  • Patienten machen Scheinbuchungen
  • Patienten erscheinen nicht zum gebuchten Termin
  • Patienten blockieren freie Termine
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Es gibt aber noch eine Steigerung der vermeintlichen Genialität.

Meine Gesprächspartner erklären mir oft folgendes:

  • Alles muss mit dem Terminkalender der Praxis synchronisiert sein. (Bei Ivoris ist dies der Fall).
  • Alles sollte per SMS, WhatsApp und Facebook-Messenger funktionieren. (Solche Schnittstellen gibt es nicht.)

Ich vergleiche das gerne mit einem Raumfahrtprogramm. Man hat nicht mal eine Rakete und baut schon eine Mondstation. Der gesunde Menschenverstand sagt uns, dass das nicht funktionieren kann.

Es geht jedoch alles auch viel einfacher. Diese Einfachheit ist schnell erklärt. Kollegen, denen ich die neuen Möglichkeiten der Gestaltung des Erstkontaktes über ein Online-Terminsystem darstelle, sind begeistert. Sie sind neugierig und möchten eigene wertvolle Erfahrungen sammeln.

Dieser Offenheit hat Folgen.

  • wesentlich mehr Neupatienten
  • digital souveräne Patienten

Solche Patienten sind jung, haben durchweg eine gute Ausbildung und sind an der Gesunderhaltung ihrer Zähne interessiert. Natürlich nutzen auch ältere Patienten einen derartigen Service. Sie sind noch aufgeklärter und bereichern jede leistungsstarke Praxis.

Ich möchte Ihnen ein weiteres Beispiel für Genialität geben, bei dem man von einem wirklichen Luxusproblem sprechen kann.

Manche Kollegen begründen die Entscheidung gegen ein Online-Terminangebot damit, dass sie zu viele Patienten haben und mit dieser Menge schon kaum klarkommen.

In diesen Fällen muss man einfach abwarten. Es muss erst etwas wirklich Dramatisches passieren.

  • Am Ort lässt sich ein neuer Kollege (Wettbewerber) nieder.
  • Andere Kollegen nutzen ein Online-Terminsystem für ihre Patienten.
  • Patienten monieren, dass keine zeitgemäße Terminvereinbarung angeboten wird.

Nahezu alle Patienten sind heute online und erwarten zukünftig Online-Services auch von ihren Ärzten. Dies ist eine Tatsache, die man nicht länger leugnen kann und die sich jeder eingestehen muss.

Online-Terminsysteme gekoppelt mit der Praxismanagement-Software gehören in sehr naher Zukunft zur Normalität.

Bei Flug- oder Hotelbuchungen ist das schon lange die Regel. Airlines oder Hotels setzen ihre Existenz aufs Spiel, wenn sie darauf verzichten.

Praxen mit einem solchen Service werden automatisch mehr Aufmerksamkeit erhalten und Vorteile in einem zukünftig kompetitiveren Wettbewerbsumfeld haben.

In meinem nächsten Artikel werde ich mich näher mit der Schnittstelle Ivoris connect beschäftigen und mit den Vorteilen, die diese bietet. Seien Sie gespannt.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.