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Wir entscheiden uns oft falsch! Aber warum?

Diese Frage ist durchaus interessant. Um sie zu beantworten, muss man sich jedoch kritisch mit seinem persönlichen Verstand auseinandersetzen. Das Entscheidende ist unsere Art zu denken. Welche Wirklichkeit lässt unser Gehirn zu?

In diesem Zusammenhang möchte ich einen unbedingte Leseempfehlung ans Herz legen, und zwar „Schnelles Denken, langsames Denken“ von Daniel Kahnemann.

In seinem Buch zeigt der Autor auf, dass Menschen im Grunde keinen freien Willen haben und dass wir viel weniger über uns selbst wissen, als wir glauben.

Gerade wir als Akademiker fühlen uns mit unserem Intellekt in der Regel nicht selten überlegen. Eine Aussage wie die von Kahnemann zu akzeptieren, fällt uns daher schwer.

Denn wir bestehen darauf, dass wir alles verstehen und begreifen, was wir tun.

Aber bitte glauben Sie mir: Dieses Buch zu lesen ist eine absolute Bereicherung. Es zeigt ganz neue Erkenntnisse über unseren eigenen Geist. Sich selbst besser zu (er)kennen, ist zunächst oftmals schmerzhaft. Aber es lohnt sich.

Immer wieder beobachte ich, dass Praxen falsche – oder noch härter formuliert – schlechte Entscheidungen treffen.

Und seit langem bewegt mich die Frage: Warum handeln Praxen eigentlich so eindeutig gegen ihren eigenen Vorteil?

Der Grund dafür liegt in unserer eigenen limitierten Vorstellungskraft und einem Verstand, der auf unser Wissen aus der Vergangenheit beschränkt ist.

Lassen sich mich hierzu ein einfaches Beispiel für solche gefährlichen und trügerischen Illusionen aus unserem Alltag als Kieferorthopäden bringen. Haben wir kein Wissen zur digitalen Patientenkommunikation wie Erfahrung mit Online-Terminvereinbarungen oder Patientenberatung mit Vorher-Nachher-Bildern, täuscht uns sehr häufig unser Gehirn.

Es verhält sich wie ein Geschichtenerzähler und erzählt uns:

Unsere Patienten möchten lieber das persönliche Gespräch. Das alles ist zudem viel zu aufwändig und zu teuer. Und Neupatienten brauchen wir eigentlich auch gar nicht.

Ich erlebe so oft, dass Kolleginnen und Kollegen von ihrem eigenen Verstand manipuliert werden. Das Gehirn vermittelt uns, den Gesamtüberblick zu haben – und zwar in Millisekunden und ohne jedweden Einfluss oder Kontrolle unsererseits. Das Gehirn ist Schöpfer unserer persönlichen Wirklichkeit – eine Befangenheit, aus der zu entkommen wir leider keine Chance haben.

Die eigene Unwissenheit gestehen wir uns ungern ein. Lieber ignorieren wir die Tatsachen.

Das alles läuft automatisch ab: Wissenslücken werden aufgefüllt und der Verstand konstruiert seine eigene Realität auf Basis von Erfahrungen aus der Vergangenheit. Haben wir keine solchen Erfahrungen, sind Fehler im Entscheidungsfindungsprozess die Folge. Weder werden uns die Chancen bewusst noch sehen wir die Risiken. Und so treffen wir falsch – schlechte – Entscheidungen.

Unser Bewusstsein ist eine nicht willentlich gesteuerte Interpretation des Gehirns – mit einer eindeutigen Konsequenz:

Man glaubt, was man glauben möchte.

Das ist das eigentliche Dilemma von Innovationen, denn unser Gehirn besitzt keine Erfahrung aus der Vergangenheit. Es lehnt den Zustand der Unsicherheit ab, lässt uns glauben, dass wir alles verstehen und den Status quo nicht verändern müssen.

Daraus resultieren Fehleinschätzungen. Und die haben für jede Praxis bedrohliche Folge im Hinblick auf den wirtschaftlichen Erfolg.

Erst in einer krisenhaften Situation ist unser Gehirn bereit, Veränderungen zuzulassen. Dann aber ist es oft schon zu spät.

Sich die eigene Befangenheit bewusst zu machen, ist fraglos schmerzhaft. Darüber nachzudenken, lohnt sich aber unbedingt.

Tatsache ist allerdings auch, dass wir Gedanken nicht unterdrücken können, selbst wenn wir ihre Sinnlosigkeit erkennen.

Lassen sich mich auch hierzu ein Beispiel aus unserem Berufsfeld bringen, nämlich das geänderter Nutzerverhalten von Patienten.

Der Patient von heute wünscht sich einen Online-Terminservice. Praxen, die einen solchen Service nicht vorhalten, sind der Meinung, dass Patienten zur Vereinbarung eines Termins lieber in der Praxis anrufen möchten, weil dies doch persönlicher sei.

Bitte glauben Sie mir: Ein Online-Terminservice wird immer häufiger erwartet – schon jetzt und in Zukunft noch stärker. Eine Entwicklung, die zweifellos nicht mehr zu stoppen ist. Daher macht es absolut keinen Sinn, seinen Patienten diesen Service zu verweigern.

Zukunftsfähigkeit bedeutet Handlungsfähigkeit!
Ist Ihre Praxis fit für die Zukunft?

Jeder ist verantwortlich für sein eigenes Tun – aber auch für sein Nicht-Tun. Daher möchte ich Ihnen einen gutgemeinten Rat geben. Auch wenn es zunächst unangenehm ist: Gestehen Sie sich die eigenen Wissenslücken und Defizite ein und ignoriere Sie nicht die Tatsachen.

Für Praxen bietet sich ein ganzes Meer von Möglichkeiten. Und erst durch das Sammeln von Erfahrungen wird daraus eine neue Realität – eine Realität mit ungeheuren Chancen, die der Motor für zukünftigen Praxiserfolg ist.

Online-Terminvereinbarung und -Teminbestätigung sind erst der Anfang einer Digitalisierung, deren Fortschritt rasant verläuft. Konnektivität zum Patienten ist das Schlagwort. Das Internet spielt hier die entscheidende Rolle.

Intelligente Internetnutzung mit abgestimmter Patienten-Kommunikation gehört zu den Top-Technologien, die eine Praxis beherrschen sollte.

Bitte verschlafen Sie nicht Ihre Zukunft und überlassen damit anderen das Spielfeld. Geben Sie vielmehr Ihrem Gehirn die Chance, neues Wissen zu erlernen und eigene wertvolle Erfahrungen zu sammeln.

Leistungsstarke Internettechnologie bietet Potential und unendliche Chancen!

Das iie-Team unterstützt bereits über 400 Praxen mit gesammeltem Wissen und Erfahrung. Gerne sind wir mit unserer geballten Kompetenz auch für Sie da.

Sie selbst müssen nur eines mitbringen: Die Bereitschaft, Neues ausprobieren und eigene Erfahrungen sammeln zu wollen.

Das Risiko ist gering, denn wenn es nicht funktioniert, können Sie schnell wieder in ihre alten Routinen ohne digitale Patientenkommunikation zurückkehren. Aber so wird es nicht kommen, denn es wird funktionieren und Sie werden erstaunt sein.

Meine klare Empfehlung: Einfach starten, und zwar am besten sofort!

Verschieben Sie wichtige Entscheidungen nicht in die Zukunft. Unterschätzen Sie nicht das Risiko, als Praxis den Anschluss zu verlieren. Hadern Sie nicht, sondern starten Sie noch heute.

Unser iie-Team steht Ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Vereinbaren Sie gerne eine Beratungstermin mit Frau Weinrich oder besuchen Sie unsere Praxis in Lingen und überzeugen Sie sich live vor Ort. So oder so: Wir freuen uns auf Sie!

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