Alle Artikel mit dem Schlagwort: Routinen

Routinen bringen uns häufig weg von notwendigen Veränderungen

Routinen-Veränderungen

Viele Unternehmen und Praxen arbeiten heute am Anschlag. Dies führt dazu, dass die Energie, sich mit neuen Ideen und Entwicklungen zu beschäftigen, fehlt. Mit dem Tagesgeschäft ist man mehr als ausgelastet. Daher werden die eigenen Routinen nicht hinterfragt, und es erfolgt keine Beschäftigung mit neuen Lösungsansätzen. Das ist sehr bedauerlich, denn wir verfügen heute über neue Chancen, die uns unsere tägliche Arbeit erheblich vereinfachen könnten.

Die Zusammenhänge kann man sehr gut anhand der obigen Karikatur erklären: Leitungssteigerung durch Reifenwechsel.

Der Reifenwechsel steht dabei symbolisch für die Erleichterung der Praxisarbeit und die Steigerung des Praxiserfolges.

Praxen, die erfolgreich sein wollen, müssen bereit sein, neue Ideen und Technologien einzuführen. Dies ist uns im Grunde allen bewusst, es ist nichts revolutionär Neues.

Was jedoch nicht für jeden naheliegend und leicht erfassbar ist, ist die Fähigkeit, neue Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig einen Änderungsprozess einzuleiten.

Wir haben in unserer Praxis in Lingen vor mehr als sechs Jahren die Entwicklung des Internets als große Chance identifiziert. Bildlich gesprochen haben wir gemeinsam mit unserem ganzen Team neue Räder entwickelt und unsere alten viereckigen Räder damit ersetzt. Das war äußerst komplex und hat sehr viel Energie, Zeit und Kosten verursacht. Wir mussten quasi bei 0 anfangen.

Praxen bzw. Unternehmen von diesen neuen Reifen (Radwechsel) zu überzeugen, ist allerdings eine noch viel ambitioniertere Aufgabe.

Für mich liegen die Vorteile der neuen Reifen auf der Hand. Das gleiche gilt übrigens auch für iie-Anwender, die den Reifenwechsel ebenfalls vollzogen haben und begeistert sind.

Ich möchte Ihnen gerne einen neuen Denkansatz vorstellen.

Die Basis jedes Unternehmens- bzw. Praxiserfolges sind stabile Ordnungsmuster. Das sind die Räder am Wagen.

Wenn man nur viereckige Räder kennt (Routine), sind diese in der eigenen Wahrnehmung hervorragend. Sie bilden die Basis, also die Elementarebene der Unternehmens- bzw. Praxisstruktur. An dieser Elementarebene möchte man grundsätzlich nichts ändern, denn man befürchtet

  • dass man den Radwagen nicht mehr ziehen kann
  • dass auf die Praxis erhebliche Mehrarbeit zukommt.

Ich kann Sie beruhigen: Bei einem Radwechsel werden Sie Unerwartetes erleben.

  • Die Arbeit wird angenehmer.
  • Auf der Elementarebene bedarf es deutlich weniger Energie.
  • Mitarbeiter- und Patientenzufriedenheit steigen signifikant an.

Sehen Sie sich hierzu gerne einmal Videos von Kollegen auf der iie-Webseite an.

Selbstverständlich verbrauchen unsere Routinen Energie, nämlich  Energie, die wir täglich als Arbeitsleistung in die Praxis / das Unternehmen induzieren. Sie wird zum Erhalt der Selbstorganisation der Praxis- / Unternehmensstruktur benötigt.

Es ist sehr anstrengend, eine Karre mit viereckigen Rädern zu ziehen!

In meinem nächsten Blogartikel werde ich die Routinen in Praxen bzw. Unternehmen mit energetischen Systemen vergleichen. Seien Sie gespannt.

 

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Routinen: Über welche Strategien verfügt unser Unterbewusstseins

Routine und Unterbewusstsein

Routinen: Über welche Strategien verfügt unser Unterbewusstseins

Wir alle lieben unsere Routinen. Der Grund dafür ist recht banal: Wie fast immer hat es mit einem angenehmen Gefühl zu tun.

Wenn wir etwas sehr gut können, laufen unsere Handlungen automatisch und ohne Kontrolle ab. Wir funktionieren völlig im Einklang, alles läuft unterbewusst ab. Wir machen das quasi „mit links“. Das gibt uns das Gefühl von Vertrautheit und Wohlbefinden.

So gesehen ist es irgendwie verständlich, dass wir Bekanntes nicht verändern wollen. Ich möchte das mal an einem Beispiel aus dem Bereich Tanzen erläutern.

Wir sollen einen neuen Tanz lernen, was uns anfänglich schwer fällt. Vielfach stellen wir uns ungeschickt an und ertappen uns als blutige Anfänger. Dieses Gefühl löst erhebliches Unbehagen aus.

  • Wir fürchten, uns lächerlich zu machen und zu versagen (Verlegenheit).
  • Wir realisieren, dass wir Defizite haben. (Schaffe ich das wirklich?)
  • Wir neigen dazu, uns von außen mit den Augen anderer zu betrachten. (Was denken die anderen über mich?)

Unser Unterbewusstsein verfügt über ein fein abgestimmtes Repertoire, um solche unangenehmen Gefühle zu vermeiden und eine Handlungsänderung herbeizuführen.

Bewusstes Veto:
Das Unterbewusstsein meldet dem Bewusstsein einen Einspruch und verhindert die Durchführung der Handlung. So sind wir in der Lage, unangenehme Gefühle schnell und einfach zu vermeiden. Wir können Handlungsimpulse ständig abbrechen. Da uns dieses Veto bewusst ist, bleibt jedoch immer ein fader Beigeschmack. Wir sind uns darüber im Klaren, dass wir unsere Routinen eigentlich ändern müssten. Wir tun es jedoch nicht, weil sich dann ein schlechtes Gefühl einstellt.

In solchen Fällen konstruiert das Bewusstsein gerne rationale Erklärungsversuche für die Dinge, die wir mit einem Veto kontrollieren wollen.

Über welche Strategien bzw. Erklärungsversuche verfügt unser Unterbewusstsein? Welche Möglichkeiten zur Vermeidung von Handlungen kennt es? Eigentlich geht es hier immer darum, das Gesicht zu wahren.

Man möchte vor sich selbst und anderen Respekt und Würde erhalten und glaubwürdig bleiben.

 

Strategie 1: Verdrängung

Im Kopf konstruiert man eine eigene Wahrnehmung (Unterbewusstsein).

Hierzu ein Beispiel aus der täglichen Arbeit von iie-systems: Wir erklären einem Kunden, dass heutzutage eine Internetstrategie unerlässlich ist. Der Kunde erwidert darauf, dass seine Patienten kein Internet nutzen. Wir alle wissen jedoch, dass das Internet alle Lebensbereiche durchdringt und auch der medizinische Bereich hier keine Ausnahme darstellt.

Fazit: Die eigene Wahrnehmung und die Realität stimmen oftmals nicht überein.

 

Strategie 2: Aufschieben der Entscheidung in die Zukunft (Prokastination)

Dies ist ein häufiger Weg, unangenehmen Gefühlen aus dem Weg zu gehen. Wir haben zwar alles verstanden und sehen ein, dass es notwendig ist, entsprechende Schritte einzuleiten. Aber wir müssen zuerst noch etwas anderes erledigen.

Auch hier ein Beispiel aus unserer Arbeit: Wir fragen einen Kunden was ihn davon abhält, die präsentierten Arbeiten umzusetzen. Häufige Antwort: „Gar nichts. Ich habe alles verstanden. Ich muss aber erst noch …  Immer der Reihe nach und step bei step.“

Fazit: Arbeiten, die als unangenehm empfunden werden, werden nicht erledigt, sondern aufgeschoben.

 

Strategie 3: Das Unterbewusstsein erkennt die Chancen

Die Vorteile, die neues Handeln und Denken mit sich bringt, werden schnell erkannt. Sie auszuprobieren macht Spaß und es stellt sich ein gutes und freudiges Gefühl ein.

Auch hier wieder ein Beispiel: Der Kunde erkennt den Nutzen, den die iie-Anwendungen für  seine Praxis bedeuten. Er entwickelt eine neue und ungeahnte Motivation. In rasender Geschwindigkeit ändern sich zahlreiche Dinge und er geht wieder mit Freude und Engagement in seine Praxis.
Solche Kunden sind es, die uns und unsere Arbeit beflügeln. Es ist toll zu sehen, welche Veränderungen in welch kurzer Zeit möglich sind.

Fazit: Praxen bzw. Unternehmen, die neue Chancen frühzeitig erkennen, werden sich schneller weiterentwickeln und langfristig zu den Erfolgreichsten in ihrem Bereich zählen. Die Innovationskraft zählt zur Identität dieser Praxen – oder wie es neusprachlich heißt – zu deren DNA.

 

Jeder von uns steht vor der Herausforderung, die hier beschriebenen Strategien des Unterbewusstseins bewusst zu erkennen und die individuelle Entscheidung zu treffen:

  • entweder Verdrängung, bei der alte Routinen beibehalten und an Bewährtem bzw. alten Annahmen festgehalten wird

oder aber

  • die Chancen der Veränderung erkennen und beginnen, in den Dimensionen des Neuen zu denken.

Wollen wir unser Unterbewusstsein beeindrucken, sollten wir handeln und neue Ideen unverzüglich umsetzen. Nichts beeindruckt das Unterbewusstsein mehr als Handlungen. Und ganz ehrlich: Fühlen wir uns nicht auch viel besser, wenn wir Dinge sofort erledigen und sie nicht aufschieben?

Es gilt, das Selbstverständliche, also unsere Routinen, in Frage zu stellen und unsere Denkmuster (Unterbewusstsein) zu knacken.

Wir sind gut beraten, unser Denken und Handeln neu zu überdenken.

Als Praxisinhaber werden wir an unserem Handeln gemessen, aber auch an unserem Nichthandeln. Wenn uns daran liegt, mehr Anerkennung, Respekt und Würdigung zu erfahren, müssen wir etwas an unseren Routinen ändern.

Nicht zu handeln ist keine Option, auch wenn es sehr verführerisch erscheint (Unterbewusstsein).

Wir sollten das Gefühl von Unbehagen gegenüber neuen Ideen verlieren bzw. kontrollieren. Wir sollten ihnen gegenüber mutiger und offener werden. Stellen wir also alte Routinen auf den Prüfstand.

Am Ende wird das Neue Ihre Routine sein. Sie wird nicht nur bei Ihnen selbst, sondern auch bei Ihren Mitarbeitern und Patienten ungeahnte positive Reaktionen auslösen. Es ist ganz einfach. Alle Beteiligten sind glücklich und haben mehr Spaß. Das verspreche ich Ihnen. Nehmen Sie mich beim Wort!

 

 

 

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