Monate: Februar 2018

Für einen notwendigen Paradigmenwechsel braucht man den Blick von außen

Ein Beitrag von Marc Furtenhofer, Fachzahnarzt für Kieferorthopädie

In wenigen Monaten eröffne ich meine Praxis in Essen. Hier möchte ich auch im Bereich der Patientenkommunikation innovative Wege gehen und habe mich daher frühzeitig umgesehen, welche Angebote es auf dem Markt gibt. Durch den Außendienst von Computer konkret wurde mir iie-systems empfohlen. Daraufhin habe ich Kontakt zum Kollegen Michael Visse aufgenommen, der mich spontan nach Lingen eingeladen hat.

In der letzten Woche war ich gemeinsam mit meiner Partnerin dort. Erwartet hatte ich von diesem Tag einige Korrekturen im Bereich Patientenberatung und -ansprache. Wir alle lernen unseren Beruf im Wesentlichen ja mentorenbezogen. Das heißt, wir bekommen eine Behandlungsphilosophie beigebracht, an die ein Praxismanagement angegliedert ist. Das ist im Grunde überall recht ähnlich und unterscheidet sich meistens nur durch Nuancen. Um solche Nuancen und Optimierungen wird es gehen, so war meine Vorstellung. Aber da hatte ich mich gründlich getäuscht.

Mit seinem System stellt der Kollege Visse all das, was man bisher aus der eigenen Tätigkeit kennt, infrage. Das kommt einem Schlag vor den Kopf gleich. Man muss komplett umdenken und sein gesamtes bisheriges Konzept über den Haufen werfen. Das ist anfangs sehr schwierig, und man will es auch eigentlich gar nicht.

Als Michael Visse mir schilderte, wieviel mehr Erfolg eine Beratung mit Vorher-Nachher-Fotos hat, war ich sehr skeptisch. Beratung macht man doch eigentlich mit Modellen. So habe ich das bislang auch immer gemacht und es hat doch auch funktioniert.

Dann allerdings hatte ich Gelegenheit, an Patientengesprächen teilzunehmen und konnte die Reaktionen beobachten. Es war faszinierend zu sehen, wie sich die Spannung löste und welche Begeisterung in den Gesichtern stand. Die Patienten hatten eindeutig das Gefühl, dass der Arzt genau weiß, was sie wollen und was ihr Ziel ist.

Das kann man mit Modellen auf keinen Fall erreichen. Diese Form der Beratung hat mich absolut überzeugt.

Welche Änderungen im Hinblick auf meine gewohnte Beratung sind wichtig?

Ganz entscheidend ist, dass man die Patientenperspektive einnimmt. Das gelingt uns als Mediziner aber oftmals nur schwer oder gar nicht. Ich habe das im Nachgang meines Besuches für mich selbst mal an einem Vergleich festgemacht. Wenn ich in meinem Haus ein neues Badezimmer plane, interessiert mich dann, welcher Mörtel oder welcher Fliesenkleber verwendet wird? Wohl kaum. Ich möchte wissen, wie es hinterher aussieht, ich möchte Beispielbilder sehen. Das kann ich einfach und schnell begreifen und bekomme ein subjektives Gefühl von der Befähigung des Sanitärunternehmens.

So verhält es sich auch mit der kieferorthopädischen Therapie. Den Patienten interessiert das Ergebnis, nicht die Art und Weise, wie man dorthin gelangt.

Die Strategie von Michael Visse ist bis ins kleinste Detail durchdacht und geplant. Oftmals sind es Kleinigkeiten, die über den Erfolg oder Nichterfolg einer Beratung entscheiden. Das demonstriert der Kollege Visse sehr überzeugend. Abweichungen von seinem Konzept sind für den Erfolg der eigenen Beratung schädlich, und das wird einem auch gnadenlos vermittelt. Das ist zugegebenermaßen zunächst unbequem, aber mir ist an diesem Tag klargeworden, dass er in vielen Punkten Recht hat.

Ich habe ihm beispielsweise die Planungen für mein Beratungszimmer gezeigt. Seine Reaktion war, dass das so nicht funktionieren wird und „großer Quatsch“ sei, da ein Behandlungsstuhl in der Raummitte steht. Darüber haben wir einige Zeit diskutiert, denn ich war der Meinung, dass dies doch wohl kein Problem darstelle. Hier fehlte mir die Fähigkeit, mich wirklich auf die Patientensicht einzulassen.

Ein Behandlungsstuhl ist unser tägliches Arbeitsgerät, das wir selbst meist gar nicht mehr wahrnehmen. Anders allerdings der Patient, bei dem der Stuhl ein unangenehmes Gefühl auslöst und den Erfolg einer Beratung zunichtemachen kann.

Kurzum: Ich habe die Planung geändert. In meinem zukünftigen Beratungszimmer wird der Behandlungsstuhl nicht im Zentrum stehen und zudem wird ein Schreibtisch eingeplant. Der Patient darf nur kurz im Behandlungsstuhl Platz nehmen und wird anschließend gebeten, sich an den Schreibtisch zu setzen. In entspannter Atmosphäre werden ihm hier dann am Monitor Vorher-Nachher-Bilder gezeigt. Das versteht er, und das zeigt ihm anschaulich das Behandlungsziel. Modelle und verschiedene Behandlungsgeräte sind nicht in seinem Kopf vorhanden.

Von dem Termin in Lingen habe ich sehr viel mitgenommen und ich bin froh darüber, dass ich die Chance dazu bekommen habe. Ich hätte in meiner neuen Praxis vieles unreflektiert übernommen, was ich in meiner bisherigen Tätigkeit gelernt habe. Und dadurch hätte ich mich in meinen Möglichkeiten beschränkt.

Sein eigenes Tun und Handeln stellt man in aller Regel nicht infrage. Umso wichtiger ist ein neutraler Blick von außen. Und diesen Blick bietet Michael Visse. Er spricht Fehler ganz direkt und klar an. Manche haben damit vermutlich ein Problem, denn wie anfangs erwähnt ist es schwierig, neu zu denken und seine Komfortzone zu verlassen. Es ist aber notwendig.

Ich für meinen Teil fand den Austausch und die offene Kritik ungemein hilfreich. Es nützt mir ja wenig, wenn man mir sagt, dass alles, was ich tue, super ist. Dann ändert sich ja nichts. Aber es muss sich etwas ändern, wenn man langfristig erfolgreich sein möchte. Man muss seine Sichtweise überdenken und eine Paradigmenwechsel vollziehen. Das ist am Anfang natürlich unbequem, zahlt sich aber mit Sicherheit aus – nicht nur für Kolleginnen und Kollegen, die wie ich eine neue Praxis eröffnen.

 

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Für einen notwendigen Paradigmenwechsel braucht man den Blick von außen

Marc Furtenhofer, Fachzahnarzt für Kieferorthopädie

In wenigen Monaten eröffne ich meine Praxis in Essen. Hier möchte ich auch im Bereich der Patientenkommunikation innovative Wege gehen und habe mich daher frühzeitig umgesehen, welche Angebote es auf dem Markt gibt. Durch den Außendienst von Computer konkret wurde mir iie-systems empfohlen. Daraufhin habe ich Kontakt zum Kollegen Michael Visse aufgenommen, der mich spontan nach Lingen eingeladen hat.

In der letzten Woche war ich gemeinsam mit meiner Partnerin dort. Erwartet hatte ich von diesem Tag einige Korrekturen im Bereich Patientenberatung und -ansprache. Wir alle lernen unseren Beruf im Wesentlichen ja mentorenbezogen. Das heißt, wir bekommen eine Behandlungsphilosophie beigebracht, an die ein Praxismanagement angegliedert ist. Das ist im Grunde überall recht ähnlich und unterscheidet sich meistens nur durch Nuancen. Um solche Nuancen und Optimierungen wird es gehen, so war meine Vorstellung. Aber da hatte ich mich gründlich getäuscht.

Mit seinem System stellt der Kollege Visse all das, was man bisher aus der eigenen Tätigkeit kennt, infrage. Das kommt einem Schlag vor den Kopf gleich. Man muss komplett umdenken und sein gesamtes bisheriges Konzept über den Haufen werfen. Das ist anfangs sehr schwierig, und man will es auch eigentlich gar nicht.

Als Michael Visse mir schilderte, wieviel mehr Erfolg eine Beratung mit Vorher-Nachher-Fotos hat, war ich sehr skeptisch. Beratung macht man doch eigentlich mit Modellen. So habe ich das bislang auch immer gemacht und es hat doch auch funktioniert.

Dann allerdings hatte ich Gelegenheit, an Patientengesprächen teilzunehmen und konnte die Reaktionen beobachten. Es war faszinierend zu sehen, wie sich die Spannung löste und welche Begeisterung in den Gesichtern stand. Die Patienten hatten eindeutig das Gefühl, dass der Arzt genau weiß, was sie wollen und was ihr Ziel ist.

Das kann man mit Modellen auf keinen Fall erreichen. Diese Form der Beratung hat mich absolut überzeugt.

Welche Änderungen im Hinblick auf meine gewohnte Beratung sind wichtig?

Ganz entscheidend ist, dass man die Patientenperspektive einnimmt. Das gelingt uns als Mediziner aber oftmals nur schwer oder gar nicht. Ich habe das im Nachgang meines Besuches für mich selbst mal an einem Vergleich festgemacht. Wenn ich in meinem Haus ein neues Badezimmer plane, interessiert mich dann, welcher Mörtel oder welcher Fliesenkleber verwendet wird? Wohl kaum. Ich möchte wissen, wie es hinterher aussieht, ich möchte Beispielbilder sehen. Das kann ich einfach und schnell begreifen und bekomme ein subjektives Gefühl von der Befähigung des Sanitärunternehmens.

So verhält es sich auch mit der kieferorthopädischen Therapie. Den Patienten interessiert das Ergebnis, nicht die Art und Weise, wie man dorthin gelangt.

Die Strategie von Michael Visse ist bis ins kleinste Detail durchdacht und geplant. Oftmals sind es Kleinigkeiten, die über den Erfolg oder Nichterfolg einer Beratung entscheiden. Das demonstriert der Kollege Visse sehr überzeugend. Abweichungen von seinem Konzept sind für den Erfolg der eigenen Beratung schädlich, und das wird einem auch gnadenlos vermittelt. Das ist zugegebenermaßen zunächst unbequem, aber mir ist an diesem Tag klargeworden, dass er in vielen Punkten Recht hat.

Ich habe ihm beispielsweise die Planungen für mein Beratungszimmer gezeigt. Seine Reaktion war, dass das so nicht funktionieren wird und „großer Quatsch“ sei, da ein Behandlungsstuhl in der Raummitte steht. Darüber haben wir einige Zeit diskutiert, denn ich war der Meinung, dass dies doch wohl kein Problem darstelle. Hier fehlte mir die Fähigkeit, mich wirklich auf die Patientensicht einzulassen.

Ein Behandlungsstuhl ist unser tägliches Arbeitsgerät, das wir selbst meist gar nicht mehr wahrnehmen. Anders allerdings der Patient, bei dem der Stuhl ein unangenehmes Gefühl auslöst und den Erfolg einer Beratung zunichtemachen kann.

Kurzum: Ich habe die Planung geändert. In meinem zukünftigen Beratungszimmer wird der Behandlungsstuhl nicht im Zentrum stehen und zudem wird ein Schreibtisch eingeplant. Der Patient darf nur kurz im Behandlungsstuhl Platz nehmen und wird anschließend gebeten, sich an den Schreibtisch zu setzen. In entspannter Atmosphäre werden ihm hier dann am Monitor Vorher-Nachher-Bilder gezeigt. Das versteht er, und das zeigt ihm anschaulich das Behandlungsziel. Modelle und verschiedene Behandlungsgeräte sind nicht in seinem Kopf vorhanden.

Von dem Termin in Lingen habe ich sehr viel mitgenommen und ich bin froh darüber, dass ich die Chance dazu bekommen habe. Ich hätte in meiner neuen Praxis vieles unreflektiert übernommen, was ich in meiner bisherigen Tätigkeit gelernt habe. Und dadurch hätte ich mich in meinen Möglichkeiten beschränkt.

Sein eigenes Tun und Handeln stellt man in aller Regel nicht infrage. Umso wichtiger ist ein neutraler Blick von außen. Und diesen Blick bietet Michael Visse. Er spricht Fehler ganz direkt und klar an. Manche haben damit vermutlich ein Problem, denn wie anfangs erwähnt ist es schwierig, neu zu denken und seine Komfortzone zu verlassen. Es ist aber notwendig.

Ich für meinen Teil fand den Austausch und die offene Kritik ungemein hilfreich. Es nützt mir ja wenig, wenn man mir sagt, dass alles, was ich tue, super ist. Dann ändert sich ja nichts. Aber es muss sich etwas ändern, wenn man langfristig erfolgreich sein möchte. Man muss seine Sichtweise überdenken und eine Paradigmenwechsel vollziehen. Das ist am Anfang natürlich unbequem, zahlt sich aber mit Sicherheit aus – nicht nur für Kolleginnen und Kollegen, die wie ich eine neue Praxis eröffnen.

 

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Schnelles Denken – langsames Denken

Auf dem Kongress „Kieferorthopädie auf Passhöhe“ in Lech, den ich letzte Woche besucht habe, hatte ich auch Gelegenheit, mich mit anderen Kolleginnen und Kollegen auszutauschen. Dabei ging es weniger um Tip-Torque Angulation als vielmehr um spannende Strategien erfolgreicher Praxen.

Eine Frage beschäftigte uns alle gemeinsam: Wie wird das Internet unsere Praxen in Zukunft verändern und welche Schritte sind notwendig, um hier erfolgreich mitzuspielen?

Zahlreiche Kollegen, mit denen ich diskutiert habe, waren sich darin einig, dass Patienten das Internet zur Recherche über Behandlungsmethoden und die geeignete Praxis nutzen.

Dies bestätigt auch die aktuelle Bertelsmann-Studie sehr eindrucksvoll.

https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktuelle-meldungen/2018/januar/patienten-schaetzen-dr-googles-vielseitigkeit/

Im Zuge der Gespräche fiel mir dabei jedoch auf, dass viele Kollegen die strategische Bedeutung auf ihre eigene Praxis erheblich unterschätzen.

Bedauerlicherweise unterliegen solche Kollegen vielfach einem intuitiven Denkfehler. Für sie ist das Internet ein Reizthema, das man am liebsten ausblendet. Einige Kollegen bekunden sogar öffentlich, dass sie keine Webseite haben und darauf stolz sind. Andere haben zwar einen Webauftritt, kümmern sich jedoch kaum darum und machen sich keinerlei Gedanken darüber, wie das Internet die Aufmerksamkeit auf die eigene Praxis lenken kann.

Hier liegt eine extrem gefährliche kognitive Täuschung vor, die für diese Gruppe von Kollegen kaum überwindbar ist. Man ignoriert alle Hinweise auf den offensichtlichen Denkfehler und wegtert sich beharrlich, neues Denken zuzulassen.

Fest steht: Für diese Kollegen steht sehr viel auf dem Spiel. Da sie selbst nicht in der Lage sind, die eigenen Denkmuster zu durchbrechen, benötigen sie den Blick von außen, um hier Klarheit zu schaffen. Die Fehler anderer erkennt man schneller und leichter als die eigenen.

Warum agieren Kollegen so derart gegen ihre eigenen Interessen? Diese Frage hat mich sehr beschäftigt und beschäftigt mich noch. Eine Antwort habe ich im Buch „Schnelles Denken – langsames Denken“ von Daniel Kahnemann gefunden, das seinerzeit auch schon von Dr. Bruno Wilhelmy zitiert wurde. Für seine Arbeit hat der Autor den Nobelpreis für Wirtschaft erhalten.

Wir alle verfügen über zwei Systeme, die unser Denken und Handeln sehr effektiv steuern.

  • System 1 ist unser Autopilot. Es arbeitet schnell und automatisch, weitgehend mühelos und ohne Steuerung.
  • Mit System 2 lösen wir komplexe Aufgaben. Das benötigt Aufmerksamkeit und ist mit mentalen Aktivitäten und Anstrengungen verbunden.

Hauptmerkmal von System 2 ist Faulheit, also die Neigung, nur die Mühe aufzuwenden, die absolut notwendig ist. (vgl. Kahnemann, S. 45)

System 1 ist sehr viel stärker als wir glauben. Es kontrolliert unser Handeln. Dies könnte eine Erklärung dafür sein, warum einige Kollegen sich Veränderungen verschließen bzw. diese komplett verweigern.

Um den eigenen Urteilsfehler zu erkennen, bedarf es hochdifferenzierter Aufmerksamkeitszuweisung. Diese wird als Selbstreflexion beschrieben.

Warum sind einige Menschen anfälliger für Urteilsfehler als andere? Dieser Frage widmet sich Keith E. Stanovich in seinem Buch „Rationality and the reflective Mind“. Stanovich stellt die These auf, dass hohe Intelligenz Menschen nicht immun gegen kognitive Verzerrung macht.

Ich möchte einen Appell an Sie richten: Gehen Sie rationaler an notwendige Herausforderungen heran. Intelligente Internetnutzung macht eine Praxis leistungsfähiger und erfolgreicher. Das ist heute unbestritten.

Meine Empfehlung: Machen Sie Ihre Praxis zum Sender und Empfänger von Nachrichten.

Die Schnittstelle zur Praxis-Managementsoftware ist dabei von strategischer Bedeutung. Die Implementierung eines intelligenten Terminmanagementsystems für Neu- und Bestandspatienten in die eigene Praxis bringt ungeahnte Möglichkeiten. Nie war die Chance, die eigene Praxis mit außergewöhnlicher Internettechnologie in das Bewusstsein der Patienten zu bringen, größer.

Hier stehen wir noch ganz am Anfang, und es gilt, eigene wertvolle Erfahrungen zu sammeln.

Eine Verweigerung jedoch – ausgelöst durch das automatische Denken in System 1 – ist hochgradig gefährlich und führt zwangsläufig in eine Sackgasse.

Die eigenen Denkmuster zu überprüfen ist Aufgabe des Systems 2. Hier sollte von Zeit zu Zeit eine Überprüfung von außen erfolgen. So vermeidet man kognitive Täuschungen und unterliegt nicht der folgenden Illusion: „Es ist schon immer alles gut gegangen. Darum machen wir so weiter wie gewohnt.“

Dies ist eine gefährliche Meldung aus System 1, die mich sehr beunruhigt.

Die Folgen sind dramatisch:

  • Stagnation: Es bleibt alles so, wie es ist und wir verharren in der Vergangenheit.
  • Rückgang: Der Erfolg der eigenen Praxis steht auf dem Spiel.

Mein Team von iie-systems und ich fühlen uns für den Erfolg unsere Anwender verantwortlich. Als Spezialisten verfügen wir über den Blick von außen. Damit unterstützen wir unsere Kunden, um die Veränderung so einfach wie möglich zu machen.

Was würden Sie Ihren Freunden und Kollegen empfehlen, wenn es um innovative leistungsfähige Internetanwendungen geht?

Meine persönlichen Empfehlungen sind eindeutig.

  • Konzentrieren Sie sich auf den Patienten und überraschen Sie ihn mit einem Service, den er nicht erwartet.
    Dies beginnt mit einer Online-Terminvergabe über die Webseite und setzt sich fort über die Schnittstelle zur PVS. Hier wird der Patient automatisch zum Sender und Empfänger. Das spart wertvolle Zeit im Terminmanagement und macht die Praxis mit Sicherheit bekannter.
  • Lassen Sie sich von Spezialisten beraten. Diese haben den Blick von außen und sind in ihrem Urteilsvermögen objektiver.

In meinem nächsten Beitrag werde ich die Beratung mit Vorher-Nachher-Bildern thematisieren. Hier geht es um die assoziative Aktivierung, die solche Fotos im Gehirn des Patienten bewirken. In diesem Zusammenhang werde ich Ihnen auch aufzeigen, wie man Erkenntnisse aus der Verhaltens-/Kognitionsforschung in seine Beratung einfließen lassen kann. Lassen Sie sich überraschen.

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Die eigenen Denkmuster zu verlassen, fällt schwer. Ein Perspektivwechsel lohnt sich jedoch!

Ein Beitrag von Constantin Isphording, Weiterbildungsassistent zum Fachzahnarzt für Kieferorthopädie

In der letzten Woche habe ich die Anwendungen von iie-systems mit einem Schweizer Uhrwerk verglichen. Was ich damit meine ist, dass das Ganze ein hochkomplexes System mit wechselseitiger Beeinflussung ist.

Wichtig ist es hierbei, die Bedürfnisse der Patienten an allen Berührungspunkten – Dr. Visse spricht hier von Touchpoints – zu identifizieren, beginnend mit dem ersten Moment der Kontaktaufnahme und der Suche nach einer geeigneten Praxis. In dieser Phase spielen eine emotionale und bildlastige Webseite sowie die Möglichkeit, online einen Beratungstermin vereinbaren zu können, eine entscheidende Rolle.

Bis zum ersten Termin hat der Patient in der Praxis Dr. Visse & Theising schon zahlreiche digitale Touchpoints passiert.

Im Verlauf der Erstberatung gilt es, die aktuelle Situation für den Patienten zu veranschaulichen. An dieser Stelle spielte ein intraoraler Scan in meinen Gedanken eine zentrale Rolle. Dies spiegelte für mich die Digitalisierung sowie die moderne Kieferorthopädie wider, mit welcher man den Patienten bereits früh begeistern kann.

Dr. Visse führte mir jedoch vor Augen, dass es auch anders und im Grunde viel einfacher und überzeugender geht. Denn ein intraoraler Scan überfordert und verunsichert den Patienten, welcher vermutlich noch nie zuvor davon gehört hat, eher.

  • Er weiß eigentlich gar nicht, was ein Scan ist (schmerzhaft? mit Kosten verbunden? etc.)
  • Es fühlt sich bereits nach dem Beginn einer Behandlung an, obwohl der Patient eigentlich nur für eine Erstberatung vor Ort ist.

Die Möglichkeiten der Präsentation und Veranschaulichung der Situation anhand eines Scans waren für mich immer faszinierend. Umso interessanter war es, sich einmal von seiner fachlichen Perspektive zu distanzieren und das Vorgehen aus Sicht des Patienten zu betrachten, was sicherlich eher zu den oben genannten Problemen führt. Ebenfalls ist zu bedenken, dass wir lediglich einen Zahnkranz sehen, der zwar eine Farbtextur hat, die Zähne jedoch nicht fotorealistisch abbildet.

Werden hingegen intraorale und vor allem auch extraorale Fotos erstellt, ist die Situation eine ganz andere. Jeder weiß, wie ein Foto gemacht wird, dass es nicht weh tut, und hat eine viel emotionalere Reaktion bei der Besprechung, da er sich selbst wieder erkennen kann. Somit ist es für den Patienten bedeutend einfacher die „Vorher-/ Nachher Bilder“ auf seine eigene Situation zu übertragen. Dieses Vorgehen entspricht viel eher dem Bedürfnis des Patienten.

Wenn man sich nur in seinen eigenen fachlich dominierten Denkmustern bewegt und sich selbst gar nicht mehr hinterfragt, birgt das eine gewisse Gefahr. Es fehlt die Selbstreflexion und es fällt schwer, einen Perspektivwechsel zu vollziehen.

Eine Neubewertung der Situation, also die Einnahme der Patientensicht, bringt ungeahnte Vorteile im Beratungsgespräch. Man baut beim Patienten automatisch Vertrauen auf und wird deutlich kompetenter wahrgenommen, da er sich verstanden fühlt.

Bei mir persönlich haben der Tag in Lingen, die Diskussion mit Dr. Visse und die Erlebnisse, die ich dort hatte, im Endeffekt einen solchen Perspektivwechsel herbeigeführt.

Die Art und Weise, mit der Michael Visse einem vermittelt, dass man mit manchen Meinungen falsch liegt, ist sehr präzise und ehrlich gesagt oft auch total anstrengend. Am Ende habe ich jedoch verstanden, was er meint und nachvollziehen können, dass er damit genau richtigliegt.

Selbst in meiner eigenen und bislang ja eher kurzen praktischen Tätigkeit habe ich die Erfahrung gemacht, dass die ersten beiden Termine über das Patientenverhältnis während der gesamten Behandlungsdauer entscheiden. Ein Patient, der Vertrauen zu seinem Arzt hat, folgt dessen Empfehlungen und Vorschlägen. Dies gilt besonders für Patienten, die die Kosten der Behandlung zu 100 % selbst tragen müssen bzw. denen wir private Zusatzleistungen vorgeschlagen haben.

Es war faszinierend zu erleben, wie einfach Patienten für eine Behandlung zu begeistern sind. Mir ist an dem Tag bewusstgeworden, wie optimal die Anwendungen von iie-systems im Zusammenspiel wirken. Das Gesamtkonzept ist extrem durchdacht und bietet dem Behandler eine hervorragende Unterstützung.

Spannend ist es auch zu beobachten, dass das System fortlaufend optimiert wird und welche neuen Gedanken zur weiteren Optimierung bereits existieren. Hierbei geht es nicht nur um eine Verbesserung des derzeitigen Systems, sondern auch um komplett neue und vielversprechende Anwendungen.

Dafür, dass sich Michael Visse so viel Zeit für mich genommen hat und dies auch anderen Kollegen – jungen wie erfahrenen – anbietet, bin ich ihm persönlich sehr dankbar. Ich habe sehr viel mitgenommen und kann einen Besuch in Lingen nur empfehlen.

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Die eigenen Denkmuster zu verlassen, fällt schwer. Ein Perspektivwechsel lohnt sich jedoch!

Constantin Isphording, Weiterbildungsassistent zum Fachzahnarzt für Kieferorthopädie

In der letzten Woche habe ich die Anwendungen von iie-systems mit einem Schweizer Uhrwerk verglichen. Was ich damit meine ist, dass das Ganze ein hochkomplexes System mit wechselseitiger Beeinflussung ist.

Wichtig ist es hierbei, die Bedürfnisse der Patienten an allen Berührungspunkten – Dr. Visse spricht hier von Touchpoints – zu identifizieren, beginnend mit dem ersten Moment der Kontaktaufnahme und der Suche nach einer geeigneten Praxis. In dieser Phase spielen eine emotionale und bildlastige Webseite sowie die Möglichkeit, online einen Beratungstermin vereinbaren zu können, eine entscheidende Rolle.

Bis zum ersten Termin hat der Patient in der Praxis Dr. Visse & Theising schon zahlreiche digitale Touchpoints passiert.

Im Verlauf der Erstberatung gilt es, die aktuelle Situation für den Patienten zu veranschaulichen. An dieser Stelle spielte ein intraoraler Scan in meinen Gedanken eine zentrale Rolle. Dies spiegelte für mich die Digitalisierung sowie die moderne Kieferorthopädie wider, mit welcher man den Patienten bereits früh begeistern kann.

Dr. Visse führte mir jedoch vor Augen, dass es auch anders und im Grunde viel einfacher und überzeugender geht. Denn ein intraoraler Scan überfordert und verunsichert den Patienten, welcher vermutlich noch nie zuvor davon gehört hat, eher.

  • Er weiß eigentlich gar nicht, was ein Scan ist (schmerzhaft? mit Kosten verbunden? etc.)
  • Es fühlt sich bereits nach dem Beginn einer Behandlung an, obwohl der Patient eigentlich nur für eine Erstberatung vor Ort ist.

Die Möglichkeiten der Präsentation und Veranschaulichung der Situation anhand eines Scans waren für mich immer faszinierend. Umso interessanter war es, sich einmal von seiner fachlichen Perspektive zu distanzieren und das Vorgehen aus Sicht des Patienten zu betrachten, was sicherlich eher zu den oben genannten Problemen führt. Ebenfalls ist zu bedenken, dass wir lediglich einen Zahnkranz sehen, der zwar eine Farbtextur hat, die Zähne jedoch nicht fotorealistisch abbildet.

Werden hingegen intraorale und vor allem auch extraorale Fotos erstellt, ist die Situation eine ganz andere. Jeder weiß, wie ein Foto gemacht wird, dass es nicht weh tut, und hat eine viel emotionalere Reaktion bei der Besprechung, da er sich selbst wieder erkennen kann. Somit ist es für den Patienten bedeutend einfacher die „Vorher-/ Nachher Bilder“ auf seine eigene Situation zu übertragen. Dieses Vorgehen entspricht viel eher dem Bedürfnis des Patienten.

Wenn man sich nur in seinen eigenen fachlich dominierten Denkmustern bewegt und sich selbst gar nicht mehr hinterfragt, birgt das eine gewisse Gefahr. Es fehlt die Selbstreflexion und es fällt schwer, einen Perspektivwechsel zu vollziehen.

Eine Neubewertung der Situation, also die Einnahme der Patientensicht, bringt ungeahnte Vorteile im Beratungsgespräch. Man baut beim Patienten automatisch Vertrauen auf und wird deutlich kompetenter wahrgenommen, da er sich verstanden fühlt.

Bei mir persönlich haben der Tag in Lingen, die Diskussion mit Dr. Visse und die Erlebnisse, die ich dort hatte, im Endeffekt einen solchen Perspektivwechsel herbeigeführt.

Die Art und Weise, mit der Michael Visse einem vermittelt, dass man mit manchen Meinungen falsch liegt, ist sehr präzise und ehrlich gesagt oft auch total anstrengend. Am Ende habe ich jedoch verstanden, was er meint und nachvollziehen können, dass er damit genau richtigliegt.

Selbst in meiner eigenen und bislang ja eher kurzen praktischen Tätigkeit habe ich die Erfahrung gemacht, dass die ersten beiden Termine über das Patientenverhältnis während der gesamten Behandlungsdauer entscheiden. Ein Patient, der Vertrauen zu seinem Arzt hat, folgt dessen Empfehlungen und Vorschlägen. Dies gilt besonders für Patienten, die die Kosten der Behandlung zu 100 % selbst tragen müssen bzw. denen wir private Zusatzleistungen vorgeschlagen haben.

Es war faszinierend zu erleben, wie einfach Patienten für eine Behandlung zu begeistern sind. Mir ist an dem Tag bewusstgeworden, wie optimal die Anwendungen von iie-systems im Zusammenspiel wirken. Das Gesamtkonzept ist extrem durchdacht und bietet dem Behandler eine hervorragende Unterstützung.

Spannend ist es auch zu beobachten, dass das System fortlaufend optimiert wird und welche neuen Gedanken zur weiteren Optimierung bereits existieren. Hierbei geht es nicht nur um eine Verbesserung des derzeitigen Systems, sondern auch um komplett neue und vielversprechende Anwendungen.

Dafür, dass sich Michael Visse so viel Zeit für mich genommen hat und dies auch anderen Kollegen – jungen wie erfahrenen – anbietet, bin ich ihm persönlich sehr dankbar. Ich habe sehr viel mitgenommen und kann einen Besuch in Lingen nur empfehlen.

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