Monate: Februar 2016

Patientenberatung früher und heute: Eine selbstkritische Rückschau

Patientenberatung früher und heute

Im Beitrag der letzten Woche hatte ich mit dem Thema Kommunikation und eigene Wahrnehmung beschäftigt und ein Fazit gezogen:

Die eigene persönliche Wahrnehmung hat oftmals nichts mit der Realität zu tun.

Was ist die Konsequenz daraus? Wir sind der festen Überzeugung, alles richtig zu machen und hinterfragen daher unser Handeln nicht.

Eine Denkweise, die nicht nur sehr praktisch, sondern vor allem auch sehr effizient ist. Warum also sollte man an einem solchen balancierten Zustand etwas ändern? (vgl. dazu auch meinen Beitrag zur Routine)

Seit 25 Jahren bin ich als Kieferorthopäde tätig. 20 Jahre davon habe ich genauso gedacht und meine alten und sicherlich bequemen Routinen nicht verlassen.

Zurückblickend hat mich in diesen 20 Jahren mein Unterbewusstsein beherrscht und fehlgesteuert.

Seit rund 5 Jahren jedoch versuche ich, mein Unterbewusstsein zu kontrollieren. Ich gebe zu, dass mir dies nicht immer gelingt.

Ich war während der ganzen Zeit nicht wenig erfolgreich. Und trotzdem muss ich mir persönlich die Frage stellen: Was habe ich eigentlich die ganzen Jahre falsch gemacht?

Ich habe Patienten durch medizinische Terminologie, Kiefermodelle  und die Beschreibung verschiedener Behandlungsmethoden verwirrt. Natürlich habe ich deren Bedürfnisse erkannt, ich habe jedoch den Nutzwert der Therapie nicht vermitteln können. Ich war nicht in der Lage, mich in meine Patienten hineinzuversetzen und habe sie daher nicht entsprechend (gehirngerecht) beraten.

Aus diesen Fehlern habe ich gelernt, so dass wir unser Vorgehen in den letzten Jahren ganz grundlegend verändert haben.

Heute sehen wir Prozesse ganzheitlich und konzentrieren uns nicht mehr allein auf die Zähne. Wir beraten den Patienten gehirngerecht, also emotional und für ihn verständlich. Ziel der Beratung ist es, in seinem Kopf Bilder zu erzeugen („Kopfkino“) und ihn auf diesem Wege zu begeistern.

Anstatt Modelle mit Brackets, Zahnspangen und Zahnmodelle zu zeigen, präsentieren wir heute Vorher-Nachher-Fotos und aktivieren so Bilder im Kopf des Patienten.

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte.

Von Bedeutung ist dabei, dass die jeweiligen Bilder der Altersgruppe und dem Geschlecht des Patienten entsprechend gewählt werden.

Die Anomalie ist meist sehr viel weniger wichtig als wir denken.

Ein Hinweis im Hinblick auf die Altersgruppe: Für Patienten im Alter von etwa 10 Jahren spielt es oftmals keine große Rolle, wenn die Zähne nicht ganz gerade sind. Hier greift jedoch die Fürsorgepflicht der Mutter, die sich für das gute Aussehen ihres Kindes verantwortlich fühlt. Es ist erstaunlich zu erleben, wie man diese in Sekunden vom Vorteil einer Behandlung überzeugen kann. Was bei Kindern funktioniert, ist bei jugendlichen und erwachsenen Patienten in gleicher Weise zu beobachten.

Das Geheimnis einer erfolgreichen Beratung sind also Vorher-Nachher-Fotos in entsprechender Altersgruppe und Geschlecht.

Aber Achtung: Hier geht es nicht um Vorher-Nachher-Fotos von Zähnen. Ebenso wenig geht es um das Präsentieren von Kiefermodellen oder virtuellen Setups nach intraoralem Scan.

Vielmehr geht es darum, attraktive Gesichter vor und nach der Behandlung zu zeigen. Diese Bilder gehen über das limbische System direkt ins Bewusstsein und erklären alles in Bruchteilen von Sekunden.

Glauben Sie mir: Jede Entscheidung hat eine emotionale Vorentscheidung. Der Patient erkennt so sofort den Nutzwert einer Behandlung.

In der heutigen Zeit sind wir überall umgeben von Werbung. Und diese Werbung zeigt uns in aller Regel attraktive Menschen mit einem perfekten Lächeln. Quasi automatisch assoziieren wir damit Gesundheit, Intelligenz, Erfolg und Jugendlichkeit.

Intuitiv wissen wir alle, dass attraktive Menschen im Leben bessere Chancen haben. Sie erscheinen smarter, gesünder, erfolgreicher, zeigen mehr Lebensfreude und sind beliebter. Dass dies so ist, belegen auch zahlreiche Studien.

Genau aus diesen Gründen streben Patienten nach gutem Aussehen mit gesunden und schönen Zähnen, denn dies hat einen signifikanten Vorteil für das individuelle Leben.

Ich möchte sogar so weit gehen, von einem evolutionären Vorteil zu sprechen, und genau darauf ist unser limbisches System programmiert.

Noch vor ein paar Jahren hätte ich dazu folgendes gesagt: Das ist alles Unsinn, das ist ja nur Marketing und das hat nichts mit ärztlichem Handeln zu tun. Meine Patienten kommen schließlich in die Praxis, weil sie erhebliche Probleme beim Kauen, Sprechen und Beißen haben. Genau hierauf bin ich ausgebildet und qualifiziert. Damit habe ich mich im Studium, während meiner Facharztausbildung und auch in meiner täglichen Praxis intensiv beschäftigt. Daher ist es wenig verwunderlich, dass genau diese Assoziationen aus meinem eigenen Limbic System in mein Bewusstsein gedrungen sind.

Aber es geht gar nicht um mich. Es geht um den Patienten. Es geht darum, bei ihm das gute Gefühl von Vertrauen, Kompetenz und Zuverlässigkeit zu wecken.

Patienten reagieren auf unsere Form der Beratung extrem emotional. Dies zu erleben, bestätigt mich tagtäglich darin, dass wir in unserer Praxis den richtigen Weg eingeschlagen haben.

Wir beraten mit folgenden Zielen:

  • Der Patient soll verstehen, worum es bei seiner Behandlung geht.
  • Er soll die Vorteile erkennen, die diese Behandlung für sein zukünftiges Leben hat.

Praxen sollten heute unbedingt für neues Denken bereit sein und im Rahmen ihrer Patientenberatung auch einmal neue Tools ausprobieren.

Kollegen, die die von iie-systems konzipierten Broschüren und die smiledesign-Datenbank einsetzen, sind rundum begeistert. Sie erleben bei der Beratung Aha-Momente und Wow-Effekte.

Warum steigern Sie die Effizienz in Ihrer Praxis nicht auch durch eine neue und gehirngerechte Patientenberatung? Probieren Sie es doch einfach mal aus Ich lade jeden ein, hier mitzumachen.

Abschließend noch eine Anmerkung. Viele Kollegen, die unsere Praxis besuchen, verstehen nicht, warum unsere Patienten so wenig zu den Kosten einer Behandlung wissen möchten – vor allem dann, wenn keine Versicherung für die Therapiekosten aufkommt. Das ist für viele sehr erstaunlich, zumal sie in ihrer eigenen Praxis täglich ganz andere Erfahrungen machen.

Aus diesem Grund möchte ich im nächsten Blog-Beitrag versuchen, das „Kostenphänomen“ in den Köpfen der Patienten näher zu hinterfragen.

Blog via E-Mail abonnieren

Geben Sie Ihre E-Mail-Adresse an, um diesen Blog zu abonnieren und Benachrichtigungen über neue Beiträge via E-Mail zu erhalten.

Kommunikation zwischen Arzt und Patient: Eine Anregung zur Selbstreflektion

 

PatientenberatungHabe ich in meinem letzten Beitrag meinen Denkansatz meine Kommunikation zu Kollegen beschrieben („Baum der Rede“), möchte ich mich heute mit der Verständigung zwischen Arzt und Patient befassen.

Soll die Kommunikation zwischen Arzt und Patient gelingen, so darf der Arzt nicht nur sein eigenes Wissen berücksichtigen. Vielmehr muss er bedenken, was der Patient zum entsprechenden Sachverhalt im Kopf hat.

Ich selbst habe in Vergangenheit hier große Fehler gemacht, indem ich Patienten medizinische Sachverhalte nicht gehirngerecht und laienverständlich erläutert habe.

Da man bekanntlich aus Fehlern lernt, hat sich unsere Praxis und auch ich persönlich hier permanent weiter entwickelt. So haben wir Beratungstools geschaffen und optimiert. Mit wir meine ich dabei ein Team von Spezialisten, mit denen ich gemeinsam Anwendungen zur Patientenkommunikation erarbeitet habe.

Zum besseren Verständnis möchte ich heute noch einmal das Beispiel mit dem „Baum der Rede“ anbringen.

Stellen wir uns zwei Bäume vor, die über ihre Wurzeln Informationen austauschen. Die Information geht von der linken Baumkrone (Arzt) herunter und wird über die Wurzeln zum rechten Baum (Patient) transportiert. Ziel ist es, dort die Informationen zu entfalten.

In der Baumkrone mit ihren Ästen und Blättern (Arzt) befinden sich die gesamte Kompetenz und das Wissen, wie der Patient erfolgreich behandelt werden kann. Sie repräsentiert das spezifische Fachwissen, über das der Arzt durch Aus- und Fortbildung sowie jahrelange Erfahrung verfügt.

Im rechten Baum (Patient)  ist ein solches medizinisches Wissen nicht vorhanden. Vielmehr befinden sich in den Blättern, Ästen und in der Baumkrone Erwartungen, Wünsche und Hoffnungen, die mit einer kieferorthopädischen Behandlung verbunden werden.

Was passiert, wenn wir den Patienten zum ersten Mal zur Beratung empfangen? In dem Moment, wo wir ihn untersuchen, gleicht das Gehirn in Millisekunden mit dem bei uns vorhandenen Wissen ab. Sehr schnell sind wir so in der Lage, einen ersten Behandlungsvorschlag zu machen.

Was dort in unserem Gehirn abläuft, ist alles andere als ein trivialer Prozess. Es erfolgt eine Reduzierung auf die wesentlichen Informationen, die für den Patienten wichtig sind. Diese Gedanken werden in Worte gefasst und dem Patienten als Empfehlung gegeben.

Um wieder im Bild zu bleiben: Über die Baumwurzeln erfolgt der Informationstransfer vom linken Baum (Arzt) zum rechten Baum (Patient).

Diese Verständigung zwischen Arzt (Sender) und Patient (Empfänger) ist sehr komplex. Es werden schnell Fehler gemacht.

Die Kommunikation des Arztes basiert auf einer medizinischen Terminologie. Da der Patient jedoch in der Regel medizinischer Laie ist, versteht er den Arzt nicht. Er kann die Informationen nicht entschlüsseln, und in seinem Baum entfaltet sich nichts.

Auf der Seite des Arztes (linker Baum) ist alles absolut klar und verständlich. Die aussortierte Information passt exakt zu dem Problem des Patienten. Die Schlussfolgerungen sind logisch. Genau dieser Deutungsrahmen prägt die bewusste Wahrnehmung des Arztes.

Machen wir das einmal an einer konkreten klinischen Situation beispielhaft fest. Der Patient ist 20 Jahre alt und hat eine negative sagittale Frontzahnstufe.

Im linken Baum wird in Millisekunden ein erster Vorschlag konstruiert. Der Patient benötigt eine kombinierte kieferorthopädisch-kieferchirurgische Therapie. Diese Empfehlung wird dem Patienten kommuniziert, also über die Baumwurzeln in den rechten Baum transferiert.

Was kommt beim Patienten an? Welche Bilder werden im Baum aktiviert? Welche Assoziationen wird der Patient mit einem solchen Vorschlag verbinden?

Diese Fragen sollte sich jeder Arzt selbstreflektierend stellen.

Dabei müssen wir bedenken, dass der Patient keine Erlebnisse, Erfahrungen oder Erinnerungen mit den medizinischen Sachverhalten verbindet. Er ist medizinischer Laie, und daher findet im rechten Baum keine Entfaltung statt.

Soll die Kommunikation gelingen, muss der Absender der Informationen (Arzt) bedenken, was der Empfänger (Patient) im Kopf hat, was also bei ihm wachgerufen wird.

Unsere Aufgabe als Behandler ist es, im Baum des Patienten die richtigen Assoziationen zu entfalten.

Und genau das ist die Herausforderung einer guten Patientenberatung. Im Fokus stehen müssen alle Überlegungen, Gefühle und körperlichen Reaktionen, die sich während des Gespräches beim Patienten einstellen.

Der Glaube, dass der Patient etwas über die Behandlung oder alternative Therapien versteht, ist eine weit verbreitete Illusion. Mit Verstehen meine ich das inhaltliche Begreifen eines medizinischen Sachverhaltes und die Erfassung der Zusammenhänge, die damit verbunden sind.

In seiner bewussten Wahrnehmung allerdings erlebt der Arzt seine Erklärung als ein für den Patienten durchaus verständliches Konstrukt.

Eine zugegebenermaßen sehr zweckmäßige Deutung. Der Arzt ist mit sich und seiner Beratung (Wahrnehmungserlebnis) im Einklang. Wäre dem nicht so, würde er sich in einem inneren Konflikt befinden. Der Patient indes versteht in aller Regel nichts und hat nur Fragezeichen im Kopf.

Als Ärzte sind wir Experten auf unserem Gebiet und haben eine Sprache entwickelt, die beim Patienten nicht ankommt, die er nicht verstehen kann. Nur mit Selbstreflektion sind wir in der Lage, uns weiter zu entwickeln.

Unsere Beratungen müssen beim Patienten entschlüsselt und verstanden werden. Nur so können sie zu Assoziationen in seinem Baum führen.

Im nächsten Blog-Beitrag werde ich konkrete Vorschläge zu einer gehirngerechten alternativen Patientenberatung machen.

Blog via E-Mail abonnieren

Geben Sie Ihre E-Mail-Adresse an, um diesen Blog zu abonnieren und Benachrichtigungen über neue Beiträge via E-Mail zu erhalten.

Der „Baum der Rede“

 

Baum der Rede

Im letzten Blogbeitrag ging es um meine eigene bewusste Wahrnehmung. Ich habe mich damit beschäftigt, dass unser Gehirn eine eigene Realität konstruiert, die mit der erlebten persönlichen Erfahrung zu tun hat. Heute möchte ich diesem Phänomen noch einmal näher auf den Grund gehen.

Das Bild oben stellt einen Denkansatz dar, wie das Gehirn arbeitet und wie das vorhandene erlebte Wissen an eine Person weitergegeben wird.

Ich möchte das mal mit einem Baum vergleichen.

Bäume kommunizieren über ihre Wurzeln. Die Blätter, Äste und Zweige repräsentieren das vorhandene Wissen und die persönlichen emotionalen Erfahrungen. Dieses Wissen soll über die Wurzeln zu einem anderen Baum transportiert werden und sich in diesem entfalten.

Bezeichnen wir den Denkansatz also bildlich als „Baum der Rede“.

Der Sender auf der linken Seite bin ich mit all meinen Erfahrungen, Gefühlen und Erinnerungen, die durch die Kügelchen repräsentiert werden, die sich in meinem Baum (Gehirn) befinden.

Wenn ich ein Kundengespräch habe oder einen Vortrag über Internetanwendungen halte, fasse ich diese Erfahrungen, Gefühle und Erinnerungen zusammen.

Bei diesem Prozess müssen zahlreiche Informationen aussortiert werden, weshalb es eine komplexe Aufgabe für das Gehirn darstellt. Die begrenzte Information wird in Worte gefasst und an die rechte Seite (Empfänger) transferiert. Dort sollte dann eine Entfaltung der Informationen stattfinden.

Dies passiert jedoch vielfach nicht, da Kunden häufig mit Internetanwendungen keine Erfahrungen, Gefühle und Erinnerungen verbinden können, da das Thema ja komplett neu ist. Die Entfaltung wäre jedoch unbedingt notwendig, um das Potenzial der neuen Ideen bewusst zu erfassen.

Lange bin ich einer (vom Unterbewusstsein gesteuerten) Illusion unterlegen. Ich habe geglaubt, dass Kunden verstehen, wovon ich ihnen berichte. In meiner bewussten Wahrnehmung waren meine Botschaften an den „rechten“ Baum ein durchaus verständliches Konstrukt. Diese Deutung ist ja auch durchaus zweckmäßig, denn ich persönlich war mit meiner Beratung (Wahrnehmungserlebnis) im Einklang. Das Problem war jedoch, dass der Kunde überwiegend Fragezeichen im Kopf hatte.

Natürlich könnte ich in solchen Fällen in Selbsttäuschung (Strategie des Unterbewusstseins) verfallen. Und das ist tatsächlich auch passiert.

  • Unsere Produkte sind super. Der Kunde versteht es nur nicht.
  • Wer es nicht versteht, der soll doch einfach alles beim Alten belassen.

Eine solche Selbsttäuschung ist allerdings alles andere als zielführend und lenkt von der notwendigen Veränderung meiner Kommunikation zum Kunden ab. Da ich mich permanent selbst reflektiere, frag ich meine Kunden immer auch, was ich verbessern könnte.

Die Fähigkeit zur objektiven Selbstbeobachtung stellt aus meiner Sicht keine Schwäche dar, denn sie setzt natürliches Selbstbewusstsein voraus und ist für Veränderungen unabdingbar.

Was muss ich also anders, was muss ich besser machen?

Woo Ttum Bittner von Adentics Berlin hat mir dazu einmal eine interessante Mail geschrieben, die ich hier gerne zitiere.

„Dein System ist klasse, sehr ausgeklügelt und sehr weit entwickelt. Ich vergleiche es mal mit dem neuen ICE4, der gerade von der Deutschen Bahn vorgestellt wurde. Du bist der ungeduldige Zugführer.

Was machst Du falsch? Nun, nicht viel. Aber Du rauschst mit emotionaler Hochgeschwindigkeit in den Bahnhof voller wartender (kritischer) Kieferorthopäden (die ja zumindest schon zum Bahnhof gekommen sind), öffnest kurz die Türen, forderst zum Einstieg auf, nimmst nur die Kollegen mit, die es schaffen, in dem kurzen Augenblick aufzuspringen und fährst dann schnell wieder weiter.

Diese Geschwindigkeit könnte viele Kollegen überfordern.

Vorsichtigen Kollegen, die Dich vor dem Einsteigen fragen, wohin die Reise geht, erklärst Du kurz, dass es nach KFO-Disneyland geht. Aber viele halten Disneyland für zu übertrieben und kommerziell. (Habe ich auch, bis ich mit meinen Kindern da war und deren Gesichter gesehen habe. Wow-Effekt :-)

Wenn Dich die Fahrgäste kritisch fragen, ob denn die Sitze auch bequem sind und warum das Ticket so teuer ist, dann verweist Du nur kurz auf den tollen megacoolen ICE, die neue Klimaanlage, die tolle Lackierung und dass Sie bitte Platz nehmen sollen nach dem Motto: Entweder Ihr fahrt jetzt mit oder Ihr lasst es bleiben, weil Ihr dann einfach nicht verstanden habt, wie toll der Zug ist.

Du, so ist mein Eindruck, fühlst Dich angegriffen von kritischen Fragen zu Deinem Zug, der für dich das schickste Gefährt auf deutschen Schienen ist (was iie auch ist ;-)), in dem Du bereits täglich fährst, wie bequem die Sitze sind und weil Du weißt, dass der Zug so viel mehr gekostet hat, als so ein blödes Ticket jemals wieder einspielen würde.

Das wissen aber die anderen nicht.“

Es ist immer wichtig, sein Handeln kritisch zu hinterfragen, das eigene Denken und die eigenen Standpunkte einer Überprüfung zu hinterziehen.

Mit diesem Wissen werde ich künftig meine Botschaften besser verpacken. Mein Ziel ist es dabei, im Baum der Kunden Assoziationen und ein Gefühl des Miterlebens zu schaffen.

Bei unseren Patienten in Lingen gelingt mir das sehr gut.

Im nächsten Blogbeitrag werde ich beschreiben, wie wir bei unseren Patienten Assoziationen und Gefühle auslösen.

Blog via E-Mail abonnieren

Geben Sie Ihre E-Mail-Adresse an, um diesen Blog zu abonnieren und Benachrichtigungen über neue Beiträge via E-Mail zu erhalten.

Die Problematik einer falschen Wahrnehmung – Eine Selbsterkenntnis

falsche-Wahrnehmung

Heute möchte ich einmal über eine wichtige Selbsterkenntnis berichten, die aus meiner Beschäftigung mit den Themen Wahrnehmung und Bewusstsein herrührt.

Es geht um das kritische Hinterfragen und Beurteilung des eigenen Denkens.

Es liegt in meiner Natur, mich gerne mit neuen Dingen, Ideen und Trends zu beschäftigen. Dies ist auch die Basis für die Entwicklung neuer Anwendungen, Dienstleistungen und Services, die mein Expertenteam und ich umsetzen.

Gemeinsam haben wir innovative Lösungen zur Patientenkommunikation entwickelt.

Sehr gut beschreiben lässt sich das mit „Denken in den Dimensionen des Neuen“.

Genau dieses neue Wissen und die damit verbundenen Erkenntnisse und Erfahrungen möchte ich anderen Kolleginnen und Kollegen bzw. Unternehmen zur Verfügung stellen.

Dabei ist es mein Ziel, dass die Anwendungen und Produkte bei den Kunden nutzbringend eingesetzt werden. Erst wenn dies gelingt, lässt sich tatsächlich von Erfolg sprechen.

Wenn ich in Vergangenheit mit Interessierten über meine Ideen und Erfahrungen gesprochen habe, habe ich den Fokus auf das Erklären der Technologie, auf das Design und auf die gehirngerechte (einfache) Bedienung gelegt.

Genau diese Erkenntnisse, also die erlebte Realität, sind während meiner Gespräche in meinem Kopf.

Viele haben mich jedoch nicht verstanden, und das ist ein Problem. Mit meinem heutigen Wissen zu Bewusstsein und Wahrnehmung weiß ich jedoch, warum das nicht funktioniert hat.

Mein Gehirn hat für mich eine konstruierte Realität geschaffen. Ganz provokant möchte ich das mal als Selbsttäuschung bezeichnen. Dabei war die vorgespielte Illusion, dass meine Gesprächspartner mich verstehen. Die gefühlte Realität war jedoch eine andere.

Durch meine Neugierde über die dahinterliegenden Prozesse habe ich begonnen, mich intensiver mit Wahrnehmung, Bewusstsein und Kommunikation zu beschäftigen.

Im nächsten Blog-Beitrag werde ich mich dem Thema Kommunikation widmen. Dabei werde ich an einem ganz konkreten Beispiel meine Kommunikation zu Kunden erklären und beschreiben, wie mich mein Bewusstsein oftmals in die falsche Richtung gelenkt hat.

Blog via E-Mail abonnieren

Geben Sie Ihre E-Mail-Adresse an, um diesen Blog zu abonnieren und Benachrichtigungen über neue Beiträge via E-Mail zu erhalten.

Was bewertet der Patient bei einer Praxis?

Bildschirmfoto 2016-01-20 um 12.58.55

Von Jan Staack, Fachzahnarzt für Kieferorthopädie

Staack-PortraitblogNatürlich ist es für jeden von uns von Interesse, wie uns unsere Patienten sehen. Sind sie mit uns und unseren Leistungen zufrieden? Würden Sie uns weiter empfehlen? Zufriedene Patienten sind der Motor einer jeden Praxis und wohl niemand von uns möchte in einem schlechten Licht dastehen. Aber was genau ist es eigentlich, was der Patient bewertet? Was genau ist entscheidend für sein Urteil?

Lange war ich der Überzeugung, dass es die die medizinische Behandlung ist, die den Ausschlag gibt. Wie haben wir behandelt? Welche Materialien und Methoden haben wir benutzt etc.? Heute weiß ich, dass es ganz andere Faktoren sind, die den Patienten ansprechen und die ihm zu einer positiven Rückmeldung bewegen.

Dass die Zähne nach der kieferorthopädischen Behandlung gerade sind, setzt der Patient voraus. Das ist also das Minimalziel, was er ohnehin erwartet. Unsere eigentliche Arbeit bewertet der Patient nicht – kann er im Grunde gar nicht bewerten. Wichtig ist vielmehr der Service, den wir ihm bieten. Denn der Service macht den Unterschied und grenzt uns von anderen Praxen mit den im Wesentlichen gleichen medizinischen Leistungen ab.

Sehr deutlich ist mir das geworden, seit wir mit dem iie-system arbeiten. Natürlich gibt es heute schon einige Praxen, die vieles digitalisiert haben. Der Service, den wir mit den Modulen von iie-systems bieten können, geht aber weit darüber hinaus und ist in diesem Sinne einmalig. Das kommt bei Patienten sehr gut an und mehr als einmal haben wir Sätze gehört wie „Digital sind ja schon viele, aber Sie sind noch digitaler.“ Das freut uns natürlich, denn es zeigt uns, dass wir alles richtig gemacht haben.

Ein Blick auf Jameda als führendes Arzt-Bewertungsportal hat mich in meiner Meinung noch einmal bestätigt. Was Patienten hier bei einer Praxis positiv bewerten sind nicht die geraden Zähne und die tollen Materialien, sondern der Service, der geboten wird. Arzt und Mitarbeiterinnen waren immer freundlich, man hat sich wohl gefühlt, wurde gut aufgeklärt, musste nicht lange warten etc. Auch die schnelle Terminvergabe ist übrigens ein Faktor, der Patienten begeistert. Seit wir die Online-Terminvergabe von iie-systems nutzen, haben wir nahezu jeden Tag neue Patienten, die sich über die Webseite einen Beratungstermin buchen. Dieses Angebot kommt extrem gut an und hat auch für uns entscheidende Vorteile. Waren wir früher eine sehr „überweiserlastige Praxis“, bekommen wir heute viele Patienten, die sich unsere Praxis selbst und ganz bewusst ausgesucht haben. Wenn wir diese dann mit unserem Serviceangebot überzeugen können und von ihnen weiter empfohlen werden, haben wir unser Ziel erreicht.

Blog via E-Mail abonnieren

Geben Sie Ihre E-Mail-Adresse an, um diesen Blog zu abonnieren und Benachrichtigungen über neue Beiträge via E-Mail zu erhalten.